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Von Komfortzonen und Begegnungen

Eigentlich ist so eine Komfortzone ja was Feines. In diesem kuscheligen, kleinen Kosmos, in dem alles läuft, man an keine Grenzen stößt, ist man sicher, fühlt man sich wohl und weiß, was auf einen zukommt.

Wenn ich mir mein bisheriges Leben aber mal betrachte, sehe ich, dass ich mich immer dann am meisten weiterentwickelt habe und mein Leben immer dann ein bisschen spannender und bunter wurde, wenn ich eben diesen angenehmen Ort mal verlassen habe…

Zum Abnehmen muss ich mich von der Couch erheben, so bequem es da ist… Will ich fitter werden, hilft das ebenfalls… (und geht ja oftmals auch noch miteinander Hand in Hand) Als schüchternes, “kleines Mädchen” – jaha, das war ich, glaubt es ruhig- werde ich bestenfalls irgendwann merken, dass mir nur selten einer den Kopf abreißt, wenn ich ihn nett um etwas bitte… Andernfalls bleibt immer noch die Erkenntnis, dass auch das mich in aller Regel nicht umbringt…

An eine Begegnung muss ich in diesem Zusammenhang besonders denken. Ich bin ja gerne gut in dem, was ich tue (wer nicht ) und war es in meinen mittlerweile zahlreichen Schwedischkursen gewohnt, “Klassenprimus” zu sein. Dass ich theoretisch auch weiß, dass das nicht das Ziel vom Ganzen ist, ist mir schon klar, aber so trägt halt jeder so seinen kleinen Knall mit sich rum . Nun tauchte in einem Kurs doch glatt eine “Neue” auf, die mich locker flockig in die Tasche steckte, keinerlei Scheu vor der Sprache und vor Fehlern hatte und einfach nur gut war. Sowas hat mich bislang immer total verschüchtert, wäre für mich zugegebenermaßen immer ein Grund zum Rückzug gewesen, um ja nicht mit meinen Schwächen konfrontiert zu werden. Dieses Mal habe ich es geschafft, mich nicht in meine Komfortzone zurückzuziehen und habe so die Gelegenheit bekommen, einen absolut lieben, herzensguten Menschen kennenzulernen und Seite an Seite von und mit diesem Menschen mein Schwedisch noch ein bisschen aufzupolieren.

Nun ist Weiterentwicklung und Optimierung ja nicht jederzeit Sinn und Zweck des Lebens, im Gegenteil… Aber für die Momente im Leben, in denen man das Gefühl hat, ein wenig auf der Stelle zu treten, wäre es glatt mal eine Überlegung, mal wieder ganz vorsichtig einen Fuß über die Schwelle raus aus der Komfortzone zu stellen…

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